Städtebaulicher Hitzeschutz: NRW startet Modellvorhaben

Städtebaulicher Hitzeschutz: NRW startet Modellvorhaben

Der Sommer 2026 geht in die meteorologischen Geschichtsbücher ein: Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,6 Grad war er laut Deutschem Wetterdienst der zweitwärmste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Damit hat er deutlich gemacht, wie wichtig es zukünftig sein wird, den Hitzeschutz zu verbessern. Das Land NRW reagiert darauf mit einem Modellvorhaben.

Der Sommer 2026 geht in die meteorologischen Geschichtsbücher ein: Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,6 Grad war er laut Deutschem Wetterdienst der zweitwärmste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Damit hat er deutlich gemacht, wie wichtig es zukünftig sein wird, den Hitzeschutz zu verbessern. Das Land NRW reagiert darauf mit einem Modellvorhaben.

Düsseldorf/Köln. Das Land Nordrhein-Westfalen reagiert auf den Hitzesommer 2026 mit einem Projekt für besseren städtebaulichen Hitzeschutz. Dafür hat das zuständige NRW-Bauministerium jetzt gemeinsam mit der Stadt Köln und der Zurich Gruppe das Modellvorhaben „Cooles Nordrhein-Westfalen“ gestartet. „Wir bringen kommunale Klima- und Standortdaten, internationale Risikoexpertise und das Wissen vor Ort zusammen“, erläuterte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) den Ansatz und versprach: „Daraus entsteht keine weitere Studie, sondern ein konkreter Investitionsfahrplan.“

Dazu sind laut Scharrenbach einige grundsätzliche Fragen zu klären: „Wo ist der Handlungsbedarf am größten? Welche Maßnahme wirkt am schnellsten? Und wo schaffen Verschattung, Begrünung, Entsiegelung und ein kluger Umgang mit Wasser den größten Schutz für Menschen und Infrastruktur? Genau dort setzen wir zuerst an.“ Konkret sollen bis zu 25 priorisierte Standorte in Köln in den Blick genommen werden. Dabei geht es um Stellen in der Stadt, an denen es einerseits eine hohe Hitzebelastung gibt, andererseits aber auch besonders schutzbedürftige Menschen oder kommunale Funktionen anzutreffen sind.

Köln wird Modellkommune für städtebaulichen Hitzeschutz

Das können beispielsweise Schulen und Kitas sein, aber auch Pflege- und Gesundheitseinrichtungen oder öffentliche Räume mit besonders starker Nutzung. Fachleute sollen sich an den ausgesuchten Standorten genau ansehen, wie es um Verschattung, Versiegelung, Gebäudebelastung und Aufenthaltsqualität bestellt ist und welche Schutzmaßnahmen gegen Hitze eventuell bereits vorhanden sind. „Die Ergebnisse werden als praxistauglicher Fahrplan für konkrete Investitionen aufbereitet und sollen auf weitere Kommunen übertragbar sein“, umreißt das NRW-Bauministerium die Zielsetzung.

Dabei soll die Zurich Gruppe die Erfahrungen ihrer rund 1.000 Risiko-Ingenieure aus Projekten in anderen Großstädten dieser Welt einbringen – unter anderem aus Madrid. So soll die Stadtplanung in NRW beim Hitzeschutz auf die Erfahrungen aus Orten zurückgreifen, die bereits viel Erfahrung mit dem Thema haben. „Der Schutz vor Hitze und eine bessere Klimawandelanpassung sind zentrale Aufgaben für zukunftsfähige Städte“, betonte der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) bei der Vorstellung des Modellvorhabens. „Mit gezielter Begrünung, Verschattung und Entsiegelung machen wir unsere Stadt widerstandsfähiger und zukunftsfest“, beschrieb er seine Erwartungen an das Projekt.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Ruhr verfasst.

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